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Injektionsverfahren bei Mauerwerk mit Hohlräumen

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Injektion am Mauerwerk mit Hohlräumen

Der ausgewählte Injektionsstoff wird mittels kontinuierlichem und auf das Bauteil abgestimmtem Druck (3-5 bar) über Bohrpacker in das Bauteil eingebracht. Wichtig ist eine relativ gleichmäßige Verteilung des Injektionsstoffes, um eine entsprechende Bildung einer Wirkzone zu gewährleisten. In Anhängigkeit von den Bauteilbedingungen sollte deshalb der Injektionsdruck über einen längeren Zeitraum (z.B. mehrere Minuten pro Packer) gehalten werden.
Horizontalabdichtung
Horizontalabdichtung

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Anwendungsziele

  • Feuchtetransport über die kapillaren Porenkanäle herabsetzen
  • Umgebungsbedingte Ausgleichsfeuchte erreichen
  • Kapillaren Feuchtenachschub unterbinden oberhalb der Injektionszone
 
 

Einsatz- und Anwendungsziele:
Niederdruckinjektion

  • Bei homogenem Mauerwerk
  • Bei hohen Durchfeuchtungsgraden des Mauerwerks
  • Gleichmäßige und schnelle Verteilung des Injektionsstoffes im Mauerwerk



Vorteile

  • Druckinjektion maschinell zur optimalen Verteilung des Füllstoffes im Baustoff
  • Auf das Verfahren abgestimmte Packersysteme und Zubehör
  • Mauerverfestigung und -stabilisierung im Injektionsbereich
  • Niedriger Verbrauch von Injektionsflüssigkeit durch Hohlraumverfüllung

Packertypen

  • Bohrpacker (Stahl)
  • Schlagpacker (Kunststoff)



Hinweis

  • Einsatz bzw. Einbringen der Horizontalabdichtung durch Injektion nur oberhalb der Druck und Stauwasserlinie


Weitere Informationen: „Injektionsverfahren mit zertifzierten Stoffen gegen kapillaren Feuchtetransport“ WTA Merkblatt E.4-10, Ausgabe 03.2015/D.

Anforderung an die Injektions- und Mischgeräte

  • Querschnitt an die Fließeigenschaften des Injektionsstoffes angepasst
  • Druck stufenlos regel- und begrenzbar zwischen ca. 1 – 15 bar
  • Beständigkeit aller Geräteteile gegenüber Injektionsstoffen
  • Homogenes Anmischen
  • Gleichbleibende Mischqualität
  • Injektionsstoffe in Bewegung halten
  • An das Objekt angepassst Förderleistung

Nass-in-Nass-Verfahren und Mehrstufeninjektion (Injektionsleim + Microemulsion)

Anwendungsziele: Nass-in-Nass-Verfahren

  • Hohlräume füllen, um eine Injektionszone für die Microemulsion zu schaffen, wo sie nicht wegfließen kann
  • Mauerwerk im Injektionsbereich zu stabilisieren
  • Die Alkalität im Injektionsbereich zu steigern, sodass die Microemulsion reagieren kann

Füllstoffe

  • Injektion des Injektionsleims (Stufe 1)
    • Zum Füllen von Klüften und Hohlräumen
  • Injektion der Microemulsion (Stufe 2)
    • Erstellen der Horizontalabdichtung

Anwendungsziele: Mehrstufeninjektion

  • Bei homogenem Mauerwerk mit niedriger Alkalität wird die Reaktion mithilfe eines Aktivators gestartet

Arbeitsablauf Nass-in-Nass Verfahren – Stufe 1

  • Bohrlöcher im Abstand von ca. 10 – 12,5 cm markieren und bohren. Bohrstaub entfernen, eventuell Bohrlöcher vornässen
  • Packer setzen, spannen und Verschlussstücke montieren
  • Injektionsmaterial anmischen
  • Injektionsgerät mit dem Injektionsmaterial füllen
  • Die Bohrlöcher mit ca. 2 bar Injektionsdruck (bauteilabhängig) injizieren
 

 

Arbeitsablauf Nass-in-Nass-Verfahren – Stufe 2

  • Nach Abbau des Injektionsdruckes (Material läuft nicht mehr aus dem Verschlussstück heraus) wird die Prüflanze in den Packer gestoßen. Die Erstellung des 2. Injektionskanals erfolgt erst, indem die Prüflanze nach dem Ansteifen des Injektionsleims entfernt wird
  • Microemulsion anmischen und bei ca. 5 bar Injektionsdruck (bauteilabhängig) injizieren
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